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Herzlich willkommen im Evangelischen Kirchenkreis Torgau-Delitzsch

Torgau. Wenn das kein gutes Zeichen ist: Superintendent Mathias Imbusch, Torgaus Pfarrerin Christiane Schmidt und Bettina Klein, verantwortlich im Rathaus für die Grünflächen der Stadt, pflanzten am 10. Oktober einen jungen Ginkgo-Baum unweit von St. Marien. Mehr als ein Dutzend Vertreter des Kirchenkreises Torgau-Oschatz waren eigens dafür in die Elbestadt gekommen. Der Ginkgo wurde ihnen zum Abschluss der LAGA in Burg/Sachsen-Anhalt als symbolischer Staffelstab überreicht. Landeskirchlich gesehen zählt Burg ebenso wie Torgau zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Die EKM will damit deutlich machen, dass sie die LAGA im Jahr 2022 aktiv mitgestalten möchte, wobei sich der Kirchenkreis Torgau-Oschatz vordergründig einbringen will. 

Wie das geschehen kann, soll eine erste Beratung, eine Ideenbörse, im November ergeben, bekundete Pfarrer Axel Meißner aus Schkeuditz.

Erste Gedanken waren aber gestern schon zu vernehmen: Die bisherigen Planungen lenkten Aktionsgebiete der Landesgartenschau eher an den Stadtrand, aber Torgau brauche vor allem auch eine lebendige grüne Altstadt. Um dies zu forcieren, dürfe man gern auch die Phantasie zum Blühen bringen. Kantor Norbert Britze aus Bad Düben gab gestern schon ein Beispiel, als er spontan ein bekanntes Sprichwort umformulierte: „Luther hat gesagt, wenn ich wüsste, dass 2022 die LAGA in Torgau stattfindet, würde ich dort einen Baum pflanzen.“ Der Beifall war ihm dafür gewiss. Tipps für die Baumpflege des Setzlings hatte Pfarrer Andres Uhle aus Authausen parat: „Immer gut gießen. In meinem Garten wächst seit eineinhalb Jahren ein Ginkgo.“ Beate Senftleben (wintergrüne) verriet: „Die Gemeinde Dommitzsch-Trossin hat mir 2007 zum Abschied einen kleinen Ginkgo geschenkt. Der gedeiht prächtig, ist ein stattliches Exemplar geworden.“

Gut zu wissen: Der Ginkgo, auch Fächerblattbaum oder Tausend-Taler-Baum genannt, ist als chinesischer Glückbaum bekannt, soll auch Wunder bewirken und im alten China als einziger Baum die Eiszeit überlebt haben. Die zweigeteilte Blattform wird gern auch zu Schmuck verarbeitet und als Symbol für Liebe und Freundschaft getragen. Zwar nicht Luther, aber Dichterfürst Goethe hatte dem Ginkgo seinerzeit sein berühmtes Gedicht „Ginkgo Biloba“ gewidmet und den Baum nach Weimar geholt, wo er noch immer Wurzeln schlägt und viele Touristen anzieht. Das sollte auch in Torgau glücken, diese Hoffnung vereinte gestern auch das hiesige Pflanzkomitee.
Quelle: Torgauer Zeitung, Gabi Zahn, 11. Oktober 2018