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+ + + LAGA Vorbereitungsrunde August 2019 + + +

Kirchenpavillon wird auf dem LAGA-Gelände errichtet

laga2020 05 19aTORGAU. Wo soll auf der Landesgartenschau 2022 der Kirchenpavillon errichtet werden? Dieser Frage gingen die Vertreter der kirchlichen Institutionen bei ihrem letzten Treffen in diesem Jahre nach. Im März hatte man die alte Bastion besichtigt, im Mai der Standort „Glacis-Ost“. Letzterer befindet sich am Begegnungspunkt der Elbe und des Elberadweges in unmittelbarer Nähe der Straße „Am Stadtpark“. Beide Standorte haben Vor- und Nachteile, die in der vergangenen Sitzung der Vorbereitungsgruppe mehrfach zu Debatte standen. Ein Knackpunkt war dabei die Frage: Soll der Kirchenstandort im Bezahlbereich der LAGA 2020 liegen oder nicht?
Auch wenn die LAGA 2022 noch ein Stück hin ist, so ist dennoch bekannt, dass seitens der städtischen Planer zusammen mit dem Torgauer Stadtrat, die ersten festen Plangrößen und Event-Orte bereits abgesteckt und festgelegt wurden. Auch die Finanzierung spielt dabei eine nicht unwichtige Rolle. Daher war die Standortentscheidung in dieser Phase der Gesamtplanung für alle Beteiligten wichtig.
Die Entscheidung fiel auf der letzten Sitzung am 29. August 2019 in der Wintergrüne 2. Einstimmung wurde beschlossen, den Standort „Glacis-Ost“ im Bezahlbereich zu wählen. In der Diskussion darüber wurde schnell deutlich, dass die Besucher in der Zeit der Landesgartenschau primär wegen der LAGA nach Torgau kommen würden – und es wäre sehr unwahrscheinlich, dass dieselben das Gelände der LAGA (also den Bezahlbereich) eigens verlassen täten, um den Kirchenpavillon aufzusuchen.
In den kommenden Beratungen wird es nun um thematische und inhaltliche Fragen gehen. Da spielt u.a. die Art und Form des Kirchenpavillons eine Rolle sowie das Kernthema, unter dem sich die kirchlichen Institutionen und Einrichtungen auf der LAGA 2020 präsentieren werden. Die nächste Zusammenkunft findet am 7. November 2019 um 10 Uhr in der Wintergrüne 2 in Torgau statt.


+ + + LAGA Vorbereitungsrunde März 2019 + + +

Planungen für Kirchenstandort bei der Laga sind im Gange

150319tzTORGAU. Am Donnerstag (14.03.2019) besichtigte die Vorbereitungsgruppe des Kirchenkreises Torgau-Delitzsch mit Bettina Klein das Gelände der Schau 2022, um einen möglichen Standort für die Kirche zu finden. In Frage kommt auch die Bastion VII, die im Zuge der Landesgartenschau voll saniert wird.

Während der Landesgartenschau 2022 in Torgau wird sich auch die Kirche mit einem Standort präsentieren. Als Platz dafür käme die Bastion VII in der Kleinen Feldstraße in Frage, die am Donnerstag von der Vorbereitungsgruppe des Evangelischen Kirchenkreises Torgau-Delitzsch und Bettina Klein, der Laga-Beauftragten der Stadt Torgau, in Augenschein genommen wurde.

„Die Bastion wird im Zuge der Landesgartenschau vollsaniert und im Anschluss eventuell von der Volkssolidarität genutzt. Mit dieser befinden wir uns gerade in Abstimmungen“, erklärte Letztere beim Gang durch die fünf tunnelartigen Räume, deren die Entstehung mehr als 200 Jahre zurückliegt. „Sicherlich wäre es auch denkbar, in einer der Tonnen die Geschichte der Bastion mit einzubauen“, zog Bettina Klein in Erwägung. Bisher werde der Festungsteil von den Torgauer Stadtwerken als Lagerhalle genutzt. Auch nach der Laga solle die Bastion in städtischer Hand bleiben.

Der Vorplatz des Bauwerkes würde dem Kirchenkreis für deren Standort bei der Schau mit zur Verfügung stehen. Superintendent Mathias Imbusch und die weiteren Mitglieder der Vorbereitungsgruppe konnten sich die Bastion am Donnerstag für die Nutzung als Rückzugsort vorstellen, während der Vorplatz die Hauptanlaufstelle bilden würde. „Bei der Größe der Bastion würde sich eine gemeinsame Nutzung mit anderen Vereinen und Partnern anbieten. Das würde viele Vorteile mit sich bringen, da man sich gegenseitig unterstützen könnte. Doch durch die dadurch gebotene Vielfalt besteht gleichzeitig die Gefahr, dass wir als Kirche mit unserem Angebot ein wenig untergehen. Das würden wir mit einem alleinigen Standort umgehen“, warf Imbusch in die Waagschale.
Er äußerte im Laufe der Besichtigung auch den Gedanken eines möglichen Kirchenpavillons innerhalb der Eichwiesen. Im Laufe der nächsten Monate soll schließlich die Wahl des Kirchenstandortes erfolgen. Bis dahin würde auch weitere Überlegungen anstehen, wie der Kirchenstandort bei der Laga gestaltet werde, so der Superintendent. Einige Ideen habe die Gruppe bereits entwickelt, ließ er wissen, ohne diese Ansätze schon konkretisieren zu wollen. „Außerdem haben wir Kontakt zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Dresden sowie zum Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz aufgenommen. Der Bezirk signalisierte großes Interesse daran, sich an unserer Arbeit zu beteiligen. Die Antwort der Landeskirche und auch eine Anfrage an den Kirchenbezirk Leipziger Land steht noch aus.“
Der Einsatz der Vertreter des hiesigen Kirchenkreises sorgte besonders bei Bettina Klein für Begeisterung: „Das ist eine bunte Truppe, die sich schon jetzt sehr für die Laga engagiert. Gleich nach dem Tag der Sachsen im letzten Jahr hatten sie sich zum ersten Mal zusammengesetzt. Das ist eine wunderbare Zusammenarbeit.“ Quelle: Torgauer Zeitung | 15.03.2019 | Volontärin Elisa Perz

+ + + LAGA Vorbereitungsrunde Januar 2019 + + +

Standortsuche

Torgau. Am 17. Januar 2019 war die Lutherstube in der Alten Superintendentur Wintergrüne 2 in Torgau gut besucht. Hier tagte – bereits schon zum zweiten Mal – die LAGA-Vorbereitungsgruppe des Evangelischen Kirchenkreises Torgau-Delitzsch. Die Landesgartenschau (LAGA) wird im April 2022 in Torgau eröffnet, dann für sechs Monate in der Elbestadt präsent sein und ihre Besucher empfangen. Wie im vergangenen Jahr in Burg, wird es auch in drei Jahren in Torgau viele Angebote geben, zu denen die Christinnen und Christen der Stadt, des Umlandes und des Kirchenkreises einladen werden.

Das wird eine Mammutaufgabe und ist Herausforderung! Zuletzt – beim Tag der Sachsen in Torgau – gab es rund um die Stadtkirche St. Marien ein breites kirchliches Angebot. Doch dieses Drei-Tage-Event ist in keiner Weise mit dem zu vergleichen, was dann auf die christlichen Protagonisten zukommt. Beim ersten Treffen der Vorbereitungsgruppe im November 2018 hatte man sich – zusammen mit den Verantwortlichen seitens der Stadt – das künftige LAGA-Gelände angeschaut und schon dabei Ausschau gehalten, wo das „Kirchendorf“ zur Landesgartenschau einmal entstehen könnte. Wobei „Kirchendorf“ zunächst mal nur der Arbeitstitel für den Standort ist. Die Standortfrage bestimmte im Wesentlichen die letzte Zusammenkunft.

laga runde 01 2019Das in Torgau ausgewählte Areal für die LAGA 2022 umfasst insgesamt circa 25 Hektar. Dabei bilden die beiden nördlichen Glacis-Abschnitte das Herzstück der Landesgartenschau. Sie sind Teil des grünen Ringes um die Altstadt. Nun soll der Bereich zu einem Vorzeigeobjekt werden, das den Bogen von der Festungs- und der Gartengeschichte über den Naturschutz bis hin zum städtischen Naherholungsgebiet spannt. Nördlich davon werden außerdem Flächen auf Industrie- und Bahnbrachen entwickelt.

Die Standortfrage war primär getragen von einer Überlegung: Soll das Kirchendorf im Bezahlbereich stehen oder nicht? In Burg hatte man sich dazu auf der letzten LAGA schlau gemacht. Dort war das Kirchendorf auf der sogenannten Laufmeile platziert, die zwischen zwei LAGA-Geländen lag. Hier konnte jeder – ohne Eintritt bezahlen zu müssen – den Angeboten nachkommen. Diese Frage wurde in Torgau ausführlich diskutiert. Optisch gab es dazu den LAGA-Lageplan 2022, den Frau Klein von der Stadtverwaltung eigens dafür der Runde vorstellte.

Pro und Contra wurde diskutiert: Für eine Lage des Kirchendorfes im Bezahlbereich spricht, dass hier die meisten LAGA-Besucher unterwegs sein werden. Der Nachteil wäre, dass hier dann alle zuvor erst einmal Eintritt bezahlen müssten. Gegen eine Lage des Kirchendorfes im Bezahlbereich spricht, dass hier keine LAGA-Besucher gezielt hinkommen würden, da sie sich – nach Entrichtung des Eintrittspreises – vorrangig im „inneren Kern“ bewegen werden und nicht im Umfeld des Ausstellungsgeländes.

An Hand des Lageplanes wurden die einzelnen Standorte abgewogen. Festschreibungen, wo sich zur LAGA in drei Jahren etwas befinden wird, gibt es heute noch nicht. „Noch ist alles in Planung und völlig offen“, bestätigte Frau Klein aus dem Torgauer Rathaus. Überlegt wurde, ob man den Kirchen-Standort – wie schon beim Tag der Sachsen – rund um die Stadtkirche St. Marien ansiedeln sollte. Dieser Vorschlag fand keine Mehrheit. Pfarrerin Christiane Schmidt konnte jedoch heute schon bestätigen, dass die Kirchengemeinde Torgau in ihrer Stadtkirche zahlreiche Angebote für die Besucher der LAGA bereithalten wird. Als sogenannter Korrespondenzstandort zum Kirchendorf, könnte so die Stadtkirche ihre eigene Rolle bei der LAGA spielen. Die Mehrheit der Meinungen tendierte dann zu einem Standort, der nicht im Ausstellungsgelände angesiedelt sein sollte. Superintendent Mathias Imbusch konstatierte zum Schluss, man werde nach einen Standort suchen, der vielleicht „außerhalb, aber nicht ab vom Schuss“ liegen soll. Dieser Aufgabe wird sich die Vorbereitungsgruppe auf der nächsten Zusammenkunft im Frühjahr stellen. Dabei werden mögliche Standorte zu Fuß erkundet und unter Augenschein genommen. Fest steht aber schon heute: Es wird auf der Landesgartenschau 2022 ein interessantes und abwechslungsreiches Angebot für Christinnen und Christen und jeden neugierigen LAGA-Besucher geben. Andreas Bechert

+ + + LAGA Auftakt Oktober 2018 + + +

 Evangelische Landeskirche Mitteldeutschland pflanzte gestern einen symbolischen Staffelstab unweit von St. Marien

ginko18TORGAU. Wenn das kein gutes Zeichen ist: Superintendent Mathias Imbusch, Torgaus Pfarrerin Christiane Schmidt und Bettina Klein, verantwortlich im Rathaus für die Grünflächen der Stadt, pflanzten gestern Vormittag einen jungen Ginkgo-Baum unweit von St. Marien. Mehr als ein Dutzend Vertreter des Kirchenkreises Torgau-Oschatz waren eigens dafür in die Elbestadt gekommen. Der Ginkgo wurde ihnen zum Abschluss der LAGA in Burg/Sachsen-Anhalt als symbolischer Staffelstab überreicht. Landeskirchlich gesehen zählt Burg ebenso wie Torgau zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Die EKM will damit deutlich machen, dass sie die LAGA im Jahr 2022 aktiv mitgestalten möchte, wobei sich der Kirchenkreis Torgau-Oschatz vordergründig einbringen will.

Wie das geschehen kann, soll eine erste Beratung, eine Ideenbörse, im November ergeben, bekundete Pfarrer Axel Meißner aus Schkeuditz. Erste Gedanken waren aber gestern schon zu vernehmen: Die bisherigen Planungen lenkten Aktionsgebiete der Landesgartenschau eher an den Stadtrand, aber Torgau brauche vor allem auch eine lebendige grüne Altstadt. Um dies zu forcieren, dürfe man gern auch die Phantasie zum Blühen bringen. Kantor Norbert Britze aus Bad Düben gab gestern schon ein Beispiel, als er spontan ein bekanntes Sprichwort umformulierte: „Luther hat gesagt, wenn ich wüsste, dass 2022 die LAGA in Torgau stattfindet, würde ich dort einen Baum pflanzen.“ Der Beifall war ihm dafür gewiss. Tipps für die Baumpflege des Setzlings hatte Pfarrer Andres Uhle aus Authausen parat: „Immer gut gießen. In meinem Garten wächst seit eineinhalb Jahren ein Ginkgo.“ Beate Senftleben (wintergrüne) verriet: „Die Gemeinde Dommitzsch-Trossin hat mir 2007 zum Abschied einen kleinen Ginkgo geschenkt. Der gedeiht prächtig, ist ein stattliches Exemplar geworden.“
Gut zu wissen: Der Ginkgo, auch Fächerblattbaum oder Tausend-Taler-Baum genannt, ist als chinesischer Glückbaum bekannt, soll auch Wunder bewirken und im alten China als einziger Baum die Eiszeit überlebt haben. Die zweigeteilte Blattform wird gern auch zu Schmuck verarbeitet und als Symbol für Liebe und Freundschaft getragen.
Zwar nicht Luther, aber Dichterfürst Goethe hatte dem Ginkgo seinerzeit sein berühmtes Gedicht „Ginkgo Biloba“ gewidmet und den Baum nach Weimar geholt, wo er noch immer Wurzeln schlägt und viele Touristen anzieht. Das sollte auch in Torgau glücken, diese Hoffnung vereinte gestern auch das hiesige Pflanzkomitee.
Quelle: Torgauer Zeitung, Gabi Zahn, 11. Oktober 2018