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+ + + LAGA Sitzung Januar 2019 + + +

Standortsuche

Torgau. Am 17. Januar 2019 war die Lutherstube in der Alten Superintendentur Wintergrüne 2 in Torgau gut besucht. Hier tagte – bereits schon zum zweiten Mal – die LAGA-Vorbereitungsgruppe des Evangelischen Kirchenkreises Torgau-Delitzsch. Die Landesgartenschau (LAGA) wird im April 2022 in Torgau eröffnet, dann für sechs Monate in der Elbestadt präsent sein und ihre Besucher empfangen. Wie im vergangenen Jahr in Burg, wird es auch in drei Jahren in Torgau viele Angebote geben, zu denen die Christinnen und Christen der Stadt, des Umlandes und des Kirchenkreises einladen werden.

Das wird eine Mammutaufgabe und ist Herausforderung! Zuletzt – beim Tag der Sachsen in Torgau – gab es rund um die Stadtkirche St. Marien ein breites kirchliches Angebot. Doch dieses Drei-Tage-Event ist in keiner Weise mit dem zu vergleichen, was dann auf die christlichen Protagonisten zukommt. Beim ersten Treffen der Vorbereitungsgruppe im November 2018 hatte man sich – zusammen mit den Verantwortlichen seitens der Stadt – das künftige LAGA-Gelände angeschaut und schon dabei Ausschau gehalten, wo das „Kirchendorf“ zur Landesgartenschau einmal entstehen könnte. Wobei „Kirchendorf“ zunächst mal nur der Arbeitstitel für den Standort ist. Die Standortfrage bestimmte im Wesentlichen die letzte Zusammenkunft.

laga runde 01 2019Das in Torgau ausgewählte Areal für die LAGA 2022 umfasst insgesamt circa 25 Hektar. Dabei bilden die beiden nördlichen Glacis-Abschnitte das Herzstück der Landesgartenschau. Sie sind Teil des grünen Ringes um die Altstadt. Nun soll der Bereich zu einem Vorzeigeobjekt werden, das den Bogen von der Festungs- und der Gartengeschichte über den Naturschutz bis hin zum städtischen Naherholungsgebiet spannt. Nördlich davon werden außerdem Flächen auf Industrie- und Bahnbrachen entwickelt.

Die Standortfrage war primär getragen von einer Überlegung: Soll das Kirchendorf im Bezahlbereich stehen oder nicht? In Burg hatte man sich dazu auf der letzten LAGA schlau gemacht. Dort war das Kirchendorf auf der sogenannten Laufmeile platziert, die zwischen zwei LAGA-Geländen lag. Hier konnte jeder – ohne Eintritt bezahlen zu müssen – den Angeboten nachkommen. Diese Frage wurde in Torgau ausführlich diskutiert. Optisch gab es dazu den LAGA-Lageplan 2022, den Frau Klein von der Stadtverwaltung eigens dafür der Runde vorstellte.

Pro und Contra wurde diskutiert: Für eine Lage des Kirchendorfes im Bezahlbereich spricht, dass hier die meisten LAGA-Besucher unterwegs sein werden. Der Nachteil wäre, dass hier dann alle zuvor erst einmal Eintritt bezahlen müssten. Gegen eine Lage des Kirchendorfes im Bezahlbereich spricht, dass hier keine LAGA-Besucher gezielt hinkommen würden, da sie sich – nach Entrichtung des Eintrittspreises – vorrangig im „inneren Kern“ bewegen werden und nicht im Umfeld des Ausstellungsgeländes.

An Hand des Lageplanes wurden die einzelnen Standorte abgewogen. Festschreibungen, wo sich zur LAGA in drei Jahren etwas befinden wird, gibt es heute noch nicht. „Noch ist alles in Planung und völlig offen“, bestätigte Frau Klein aus dem Torgauer Rathaus. Überlegt wurde, ob man den Kirchen-Standort – wie schon beim Tag der Sachsen – rund um die Stadtkirche St. Marien ansiedeln sollte. Dieser Vorschlag fand keine Mehrheit. Pfarrerin Christiane Schmidt konnte jedoch heute schon bestätigen, dass die Kirchengemeinde Torgau in ihrer Stadtkirche zahlreiche Angebote für die Besucher der LAGA bereithalten wird. Als sogenannter Korrespondenzstandort zum Kirchendorf, könnte so die Stadtkirche ihre eigene Rolle bei der LAGA spielen. Die Mehrheit der Meinungen tendierte dann zu einem Standort, der nicht im Ausstellungsgelände angesiedelt sein sollte. Superintendent Mathias Imbusch konstatierte zum Schluss, man werde nach einen Standort suchen, der vielleicht „außerhalb, aber nicht ab vom Schuss“ liegen soll. Dieser Aufgabe wird sich die Vorbereitungsgruppe auf der nächsten Zusammenkunft im Frühjahr stellen. Dabei werden mögliche Standorte zu Fuß erkundet und unter Augenschein genommen. Fest steht aber schon heute: Es wird auf der Landesgartenschau 2022 ein interessantes und abwechslungsreiches Angebot für Christinnen und Christen und jeden neugierigen LAGA-Besucher geben. Andreas Bechert

+ + + LAGA Auftakt Oktober 2018 + + +

 Evangelische Landeskirche Mitteldeutschland pflanzte gestern einen symbolischen Staffelstab unweit von St. Marien

ginko18TORGAU. Wenn das kein gutes Zeichen ist: Superintendent Mathias Imbusch, Torgaus Pfarrerin Christiane Schmidt und Bettina Klein, verantwortlich im Rathaus für die Grünflächen der Stadt, pflanzten gestern Vormittag einen jungen Ginkgo-Baum unweit von St. Marien. Mehr als ein Dutzend Vertreter des Kirchenkreises Torgau-Oschatz waren eigens dafür in die Elbestadt gekommen. Der Ginkgo wurde ihnen zum Abschluss der LAGA in Burg/Sachsen-Anhalt als symbolischer Staffelstab überreicht. Landeskirchlich gesehen zählt Burg ebenso wie Torgau zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Die EKM will damit deutlich machen, dass sie die LAGA im Jahr 2022 aktiv mitgestalten möchte, wobei sich der Kirchenkreis Torgau-Oschatz vordergründig einbringen will.

Wie das geschehen kann, soll eine erste Beratung, eine Ideenbörse, im November ergeben, bekundete Pfarrer Axel Meißner aus Schkeuditz. Erste Gedanken waren aber gestern schon zu vernehmen: Die bisherigen Planungen lenkten Aktionsgebiete der Landesgartenschau eher an den Stadtrand, aber Torgau brauche vor allem auch eine lebendige grüne Altstadt. Um dies zu forcieren, dürfe man gern auch die Phantasie zum Blühen bringen. Kantor Norbert Britze aus Bad Düben gab gestern schon ein Beispiel, als er spontan ein bekanntes Sprichwort umformulierte: „Luther hat gesagt, wenn ich wüsste, dass 2022 die LAGA in Torgau stattfindet, würde ich dort einen Baum pflanzen.“ Der Beifall war ihm dafür gewiss. Tipps für die Baumpflege des Setzlings hatte Pfarrer Andres Uhle aus Authausen parat: „Immer gut gießen. In meinem Garten wächst seit eineinhalb Jahren ein Ginkgo.“ Beate Senftleben (wintergrüne) verriet: „Die Gemeinde Dommitzsch-Trossin hat mir 2007 zum Abschied einen kleinen Ginkgo geschenkt. Der gedeiht prächtig, ist ein stattliches Exemplar geworden.“
Gut zu wissen: Der Ginkgo, auch Fächerblattbaum oder Tausend-Taler-Baum genannt, ist als chinesischer Glückbaum bekannt, soll auch Wunder bewirken und im alten China als einziger Baum die Eiszeit überlebt haben. Die zweigeteilte Blattform wird gern auch zu Schmuck verarbeitet und als Symbol für Liebe und Freundschaft getragen.
Zwar nicht Luther, aber Dichterfürst Goethe hatte dem Ginkgo seinerzeit sein berühmtes Gedicht „Ginkgo Biloba“ gewidmet und den Baum nach Weimar geholt, wo er noch immer Wurzeln schlägt und viele Touristen anzieht. Das sollte auch in Torgau glücken, diese Hoffnung vereinte gestern auch das hiesige Pflanzkomitee.
Quelle: Torgauer Zeitung, Gabi Zahn, 11. Oktober 2018