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Im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch befinden sich zwei Radfahrerkirchen. In Weßnig, am Elberadweg, steht die 1. Deutsche Radfahrerkirche - sie wurde am 27. Juni 2003 eröffent; in Gruna an der Mulde, befindet sich seit Juni 2010, die zweite Radfahrerkirche im Kirchenkreis.

Auswahl: Radfahrerkirche WeßnigRadfahrerkirche Gruna • Gastfreundschaft am Radweg


1. Deutsche Radfahrerkirche Weßnig

wessnigLiebe Freunde der Radfahrerkirche Weßnig!
„Chancen der Langsamkeit“ – oder noch anders: „besser langsam – langsam besser“ lautet das Motto für unser Projekt. Wir wollen Menschen, die mit dem Rad unterwegs sind, in dieses Haus, diese Kirche einladen. Gott hat andere Zeitmaße als wir. Und das hat Jesus gewusst und respektiert – ja er hat es verkündet. Sie kennen den Satz: „Die Letzten werden die Ersten und die Ersten werden die Letzten sein“. Das ist eine merkwürdige Wahrheit, ziemlich rätselhaft und doch sehr einprägsam. „Vorne“ ist demnach nicht vorne, sondern hinten und „hinten“ ist nicht hinten, sondern vorne. Auf jeden Fall sagt diese Wahrheit etwas über Gott und über die Zeit. Wir wissen ja alle, dass das mit dem Zeitvergehen nicht so einfach ist. Machmal vergeht die Zeit ganz schnell. Und ein anderes Mal will sie nicht vergehen. Die Zeit, die unsereiner empfindet, lässt sich überhaupt nicht einfangen mit dem Chronometer. Denn Gottes Zeit ist ganz anders. Wir wünschen Ihnen, dass Sie Ihre Zeit immer neu entdecken, Ihre Zeit finden. Und so auch etwas davon erfahren können, das Langsamkeit oder Zeit haben jede Menge Chancen in sich birgt.
Pfarrer Tobias Krüger (Pfarrer im Kirchspiel 1997-2011)

Link: www.radfahrerkirche.de

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Radfahrerkirche Gruna

 

08.01.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grunaer Kirche wird stabilisiert und trocken gelegt

Die Grunaer Kirche erstrahlte 2012 nach zehnjähriger Sanierung im neuen Glanz. Doch bereits im Juni 2013 stand das Gotteshaus erneut unter Wasser. Jetzt wird erneut in der Hoffnung saniert, dass der geplante schützende Ringdeich dieses Mal eher als ein großes Hochwasser kommt.

grunaGruna. An der Grunaer Kirche tut sich einiges. Bereits seit Ende August steht das Gerüst für die Radfahrerkirche am Mulderadwanderweg. „Derzeit werden zur Stabilisierung der Kirche Mauer-Ankerarbeiten durchgeführt“, berichtet Pfarrerin Edelgard Richter vom zuständigen Kirchspiel Sprotta.
Die Grunaer Kirche, die beim Hochwasser 2002 unterging, war erst 2012 komplett saniert worden. Doch im Juni 2013 stand sie erneut unter Wasser. Dank der Hochwasserförderung, die im Sommer auf die Summe von 226 000 Euro aufgestockt wurde, ist zumindest die Finanzierung kein Problem. Das Wasser selbst hat zu Setzungserscheinungen des Gebäudes geführt, was sich an den Rissen in der Außenfassade zeigt. Zur Stabilisierung, so erklärt Architekt Andreas Rüdiger, seien in den Längswänden oberhalb der Fensterscheitel Stahlanker eingebohrt und unter Spannung verpresst worden. Die Bohrung und der Anker wurden über die gesamte, reichlich 13 Meter messende, Länge der Wand eingebracht. Damit soll ein weiteres Öffnen der Risse verhindert werden. Solche Bohr- und Ankerarbeiten können nur von Spezialfirmen ausgeführt werden. In Gruna handelt es sich dabei um die Firma Stump aus Chemnitz.

Auch im Inneren gibt es massive Feuchtigkeitsschäden zu beklagen. Doch bis auf einen Opferputz zur Feuchtigkeitsaufnahme konnte hier bisher aufgrund der erst vor Kurzem geklärten Gesamtfinanzierung noch nicht viel passieren. „Auf jeden Fall“, so die Pfarrerin, „muss der Fußboden komplett raus und neu eingebaut werden. Außerdem warten auch noch die Epitaphe auf die Sanierung.“
Wie schnell das alles geht, dazu will die Pfarrerin derzeit keine Prognose abgeben. „Doch wir mussten zum 4. Advent, der traditionell in Gruna gefeiert wird, in den vergangenen beiden Jahren ins benachbarte Bürgerhaus ausweichen. Das wird wohl auch in diesem Jahr wieder so sein“, so die Pfarrerin, die dennoch optimistisch ist, was das Gotteshaus betrifft.
Architekt Andreas Rüdiger sieht es ähnlich: „Nach den jetzt geklärten und realisierten Ankerarbeiten sind die weiteren Sanierungsarbeiten möglich. Unser Ziel ist es, 2017 alles abgeschlossen zu haben.“ Dieser Zeitrahmen sollte auch den Altaraufsatz einbeziehen. Das Schnitzwerk, das einst einen heute nicht mehr existenten gemauerten Tisch zierte, wurde nach der Wende saniert und vorübergehend an einer Seitenwand in der Pristäblicher Kirche aufgehängt. Der Beschluss des Gemeindekirchenrates, diesen, wenn die Möglichkeit besteht, wieder nach Gruna zu bringen, gilt noch heute, so Edelgard Richter. Nach 2012 sei dies nur deshalb nicht geschehen, weil sich die Experten noch nicht auf eine genaue Position in der Kirche geeinigt hatten. „Das war sozusagen Glück im Unglück“, so sieht es die Pfarrerin heute, die natürlich hofft, dass der geplante Ringdeich in Gruna nun vor dem nächsten großen Muldehochwasser errichtet sein wird.
Quelle: LVZ, 20. Oktober 2016, Ilka Fischer

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Gastfreundschaft am Radweg

rad-ekm17Kirchenkreis. In Mitteldeutschland laden derzeit 64 Radwegekirchen zu einer ganz besonderen Rast ein - in unserem Kirchenkreis stehen davon zwei: Weßnig und Gruna. Die Kirchen innerhalb der EKM liegen alle unmittelbar an den zahlreichen Radwegen in Thüringen, Sachsen-Anhalt sowie in Sachsen und sind auf Hinweisschildern am Weg und an den Kirchen mit einem Signet gekennzeichnet. Sie bieten von Ostern bis zum Reformationstag am 31. Oktober an mindestens fünf Tagen in der Woche tagsüber einen Ort der Ruhe und Besinnung. An manchen Orten gilt diese Regelung auch für das Winterhalbjahr. Viele Gemeinden bieten auch Kirchenführungen und Seelsorgegespräche an. In den Kirchen sollten Informationen über das Gotteshaus und aus dem aktuellen Leben der Gemeinde ausliegen. Sie bieten möglichst einen Rastplatz oder Garten mit Tischen und Bänken sowie einen Zugang zu Toiletten und Trinkwasser. Eine Karte mit allen Radwegen und Radwegekirchen finden Interessierte auf der Internetseite www.radwegekirchen.de. Dort gibt es Informationen zu den genauen Öffnungszeiten der Kirchen und ihrer Geschichte. Auch die Geodaten der Radtouren stehen zum Download bereit. Vor Ort kennzeichnet bundesweit ein grünes Signet mit Kirche und Radfahrer die zertifizierten Radwegekirchen. Mehr als 4.000 evangelische Kirchen und Kapellen stehen in Mitteldeutschland. Das sind rund 18 Prozent aller evangelischen Kirchen Deutschlands. Nirgendwo sonst im Land gibt es so viele geschichtsträchtige Gotteshäuser.

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