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„Es gibt viel zu tun im Wald“

schirmerZum Kirchenbesitz gehört nicht nur das Gottes- und Gemeindehaus samt der Wiese davor und dahinter, sondern noch viel mehr: diverse Grundstücke, Ackerflächen und Kirchenwald. Letzterer umfasst auf dem Territorium der Evangelischen Kirchen Mitteldeutschland (EKM) stattliche 11.510 ha Kirchenwald – verteilt auf den Bundesländern Thüringen, Sachsen- Anhalt, Brandenburg und Sachsen. Die eigentliche Bewirtschaftung ist durch differenzierte Strukturen gekennzeichnet, die den unterschiedlichen kirchlichen Eigentumsverhältnissen Rechnung trägt. Große Teile des Pfarrwaldes in Thüringen werden durch das Landeskirchenamt mit Hilfe von Beförsterungsverträgen mit dem Freistaat Thüringen direkt bewirtschaftet. Weitere Flächen werden autark unter Beratung und fachlicher Aufsicht durch das Kirchenamt mit Unterstützung der staatlichen Revierförster in Schuss gehalten. Ein Großteil der Waldflächen wird darüber hinaus von neun anerkannten Kirchlichen Waldgemeinschaften mit eigener forstlicher Betreuung teils länderübergreifend beförstert. Dies trifft auch auf unsere Region zu.

Hier gibt es drei Kirchliche Waldgemeinschaft: Herzberg, Bad Düben und Wittenberg. Die Kassenführung und das Büro ist im Kreiskirchenamt in Wittenberg und es gibt einen – aller vier Jahr neu zu wählenden – Vorstand, dem gegenwärtig für den Bereich Wittenberger Kirchenamtsleiterin Sabine Opitz, für den Bereich Torgau-Delitzsch Pfarrer Jörg Uhle-Wettler und für den Bereich Herzberg Pfarrer Andreas Bechler vorstehen. Der Kirchenforst selbst setzt sich aus 67% Pfarr-, 31% Kirchwald und 2% sonstige Waldflächen zusammen. Bislang wurde das 1450 ha große Gebiet von Förster György Asztalos gehegt und gepflegt. Mit seinem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand musste die Stelle neu ausgeschrieben werden. Seit Jahresbeginn 2013 ist der 38-jährige studierte Forstingenieur Andreas Schirmer der neue Mann im Kirchenforst. Gegenwärtig ist er immer noch dabei, sein Revier zu erkunden und auch in den zugehörigen Pfarr- und Kirchlichen Verwaltungsämtern per Erstantritt vorstellig zu werden. So groß wie sein Revier ist auch das Tagwerk, dass es hier zu verrichten gilt. Grenzmarkierungen müssen gesetzt werden und Bäume sind zu kennzeichnen, die demnächst entnommen werden sollen. Auch der Wildbestand und seine Entwicklung stehen im Blickpunkt des Kirchenförsters. Viele Waldbereiche sind hier an Jagdgemeinschaften verpachtet. Probleme gibt es heuer mit dem Reh- und Rotwild. Von diesen Tieren wurde jüngst in der Nähe von Rotta ein frisch angepflanzter, 14 ha großer Eichenwald buchstäblich aufgefressen. „Die Wilddichte“, so schätzt Andreas Schirmer den Stand der Dinge ein, „ist gegenwärtig enorm hoch“. Doch nicht nur die Holzentnahme und der Wildbestand gehören zu seinem Aufgabengebiet. Auch gilt es jedes Jahr 5 ha Fläche neu aufzuforsten, dieses Gebiet zu umzäunen und zu pflegen. Alles in allem eine recht anspruchsvolle Aufgabe, die es im Sinne der Kirchengemeinden da zu meistern gilt. 

Kontakt:
Telefon: 0173/6648612 • eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!