Liebe Schwestern und Brüder,
das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu und liegt mit mancherlei Ereignissen hinter uns. Mit diesem Schreiben möchte ich Sie und Euch über einige Entwicklungen und Entscheidungen informieren und auch ein paar Vorausblicke auf 2026 wagen.
1. Sicherlich mit den meisten Emotionen verbunden waren die Stellenplanbeschlüsse der Herbstsynode. Sie sollen mittelfristig die Rahmenbedingungen für den Verkündigungsdienst in unserem Kirchenkreis sichern helfen.
Insbesondere ist hier der Zusammenschluss der Regionen Delitzsch und Mulde zur Region Delitzsch-Mulde ab 1.1.2027 zu nennen. In diesem Zusammenhang wird es eine veränderte Zuordnung von Kirchengemeinden und Kirchspielen zu den Pfarrbereichen geben, die ebenfalls ab 1.1.2027 gilt.
Im Einzelnen betreffen die Veränderungen folgende Pfarrstellen:
- Pfarrstelle Delitzsch mit KG Delitzsch, KGV Zwochau und KG Glesien;
- Pfarrstelle Schkeuditz mit KGV Schkeuditz, KGV Schenkenberg (West);
- Pfarrstelle Krostitz mit KGV Krostitz, KGV Zschortau;
- Pfarrstelle Löbnitz mit KGV Löbnitz (?), KG Hohenroda (bzw. Pfarrstelle
Löbnitz-Krippehna mit KGV Löbnitz (?), KG Hohenroda, KGV Krippehna (ab 1.9.2027)
Die Pfarrstellen Schenkenberg und Zschortau werden zum 31.12.2026 aufgehoben, die Pfarrstelle Krippehna zum 31.8.2027.
2. Personell hat es in unserem Kirchenkreis im Jahr 2025 keine Veränderungen gegeben. Das wird sich allerdings im kommenden Jahr ändern. Pfrn. Ann-Sophie Wetzer wird ab Jahresbeginn eine Stelle als Studienleiterin am Predigerseminar in Wittenberg antreten. Ihre Verabschiedung ist am 18.1.2026, 15.00 Uhr in der Schlosskirche Torgau.
Pfr. Daniel Senf wechselt zum 1.2.2026 in den Bundesbeamtendienst als Soldatenseelsorger nach Schönewalde/Züllsdorf. Seine Verabschiedung ist am 31.1.2026 um 16.00 h in Zschortau.
Im kommenden Jahr werden wir auch Ruhestandseintritte zu verzeichnen haben. So endet der Dienst unseres Referenten für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien Matthias Grimm-Over im Herbst 2026. Zum 31.12.2026 wird Pfr. Matthias Taatz in den Ruhestand versetzt ebenso wie Superintendent Mathias Imbusch.
3. Mit 2026 steht uns auch ein Jahr vor Augen, in dem Vereinigungen vorbereitet bzw. umgesetzt werden. Der lange Verschmelzungsprozess der verschiedenen Diakonischen Werke und Einrichtungen auf dem Territorium des Landkreises Nordsachsen geht in seine Schlussphase, an deren Ende eine gemeinsame Diakonie in Nordsachsen stehen wird.
Auch die Fusion mit unserem Nachbarkirchenkreis Bad Liebenwerda wird weiter vorangetrieben. Mit Pfr. Dr. Christoph Gramzow aus Bad Schmiedeberg haben beide Synoden im vergangenen November den künftigen Superintendenten des neuen Evangelischen Kirchenkreises Torgau gewählt. Bis zum 31.12.2026 wird er als Superintendent den Kirchenkreis Bad Liebenwerda leiten und gemeinsam mit Superintendent Imbusch sowie den entsprechenden Gremien die Vereinigung zum 1.1.2027 vorbereiten.
Als Zentrum des neuen Kirchenkreises bietet sich durch seine geografische Lage die Stadt Torgau an. Dort werden bereits in wenigen Wochen sowohl das Kreiskirchenamt (bisher in Eilenburg und Herzberg) als auch die Superintendentur Torgau-Delitzsch (bisher Delitzsch) ihren Ort finden. Ab dem 1.1.2027 wird das ehemalige Gesundheitsamt in der Puschkinstr. 2 in Torgau auch Sitz des neuen Kirchenkreises Torgau sein.
Obwohl die Vereinigung beider Kirchenkreise bereits 2024 beschlossen wurde, sind die Harmonisierung und das Zusammenwachsen der unterschiedlichen Kulturen eine große Herausforderung. So müssen nicht nur Konzeptionen für den Verkündigungsdienst (insbesondere für Gemeindepädagogik und Kirchenmusik) erarbeitet werden, sondern auch eine gemeinsame Gebäudekonzeption, die den sich verändernden Rahmenbedingungen gerecht wird. Ebenso erfordert die sehr unterschiedliche Herangehensweise im Blick auf die Bau- und Finanzausschüsse und ihre Arbeitsweise große Beachtung.
Es liegen spannende und herausfordernde Monate vor uns. Aber wir wissen uns – nicht nur durch das bevorstehende Christfest – getragen und geleitet durch den, der seiner Kirche treu ist und auch barmherzig auf ihre Fehler und Defizite blickt.
Mit dieser Zuversicht wünsche ich Ihnen und Euch ein frohes Christfest und ein gesegnetes neues Jahr.
M. Imbusch
