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Audenhain, Klitzschen, Melpitz, Mockrehna, Schöna, Wildenhain, Wildschütz

Pfarramt:
Am schwarzen Graben 130
04862 Mockrehna, OT Audenhain

Telefon: 034244/59148
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Gemeindeseketärin: Susann Klugmann
Sprechzeiten: Dienstag, 16.00 - 18.00 Uhr


Pfarrstelle vakant!

Ab 1.9.2017 übernimmt Teresa Förtsch (Leipzig) im Pfarrbereich Audenhain ein Gemeindevolontariat. In dessen Rahmen steht sie für Gottesdienste, Gemeindekreise, Besuche und Seelsorge zur Verfügung. >> Vorstellung

Geschäftsführung des Pfarramtes ab 1.9.2017:

Pfarrer i.E. Andreas Ohle
Hauptstr. 62 • 04849 Authausen

Tel.: 034243/26137 | Fax: 034243/29506

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Kasualvertretung im Pfarrbereich ab 1.9.2017:

Pfarrerin Edelgard Richter
Lindenallee 20 • 04838 Doberschütz OT Sprotta

Tel.: 03423/754478 (659094) | Fax: 03423/659093

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Gemeindepädagogin Claudia Horn

für Audenhain

Tel: 034244/59148

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Teresa Förtsch ist neue Gemeindevolontärin in Audenhain

TeresaAudenhain. Den ersten Gottesdienst in Melpitz hat sie geschafft, am Sonntag wird Teresa Förtsch erstmals in der Audenhainer Kirche einen Gottesdienst abhalten. Die 27-jährige Leipzigerin hat im Rahmen eines Gemeindevolontariats Teile der vakanten Pfarrstelle im Pfarrbereich Audenhain übernommen und steht für die Dauer eines Jahres für Gottesdienste, Gemeindekreise, Besuche und Seelsorge zur Verfügung.

Theologie-Studentin kommt aus Leipzig
Die evangelische Diplom-Theologin, die im Sommer ihr Studium in Leipzig und Halle abgeschlossen hat, folgt Dorothea Preisler, die die Gemeinde mit ihren sieben Wirkungsstätten nach rund 18 Jahren in Richtung Berlin verlassen hat.
Im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch ist es nach einigen Pausen das erste Mal, dass ein Gemeindevolontariat genutzt wird. „Diese Form bietet sich für Theologie-Studenten an, die das erste Examen oder Diplom abgelegt, aber noch nicht den Wunsch haben, gleich in das sich anschließende Vikariat zu gehen, weil sie vielleicht noch nicht genau wissen, ob sie in den Pfarrdienst gehen wollen“, sagt Superintendent Mathias Imbusch. Auch Teresa Förtsch ist gewissermaßen noch im Findungsprozess, will in dem Jahr für sich herausfinden, wohin es für sie gehen soll.

Unterstützung aus Sprotta und Authausen
Die Tätigkeit in Audenhain ist für die Mutter einer fast zwei Jahre alten Tochter eine Chance. Gemeinsam mit ihrem Mann lebt sie seit einigen Jahren in Leipzig, hat während ihrer Fahrten nach Mockrehna, Melpitz, Wildenhain, Wildschütz, Schöna und Klitzschen aber schon viel über das Leben auf dem Land und die Menschen in Nordsachsen erfahren können: „Ich merke da natürlich Unterschiede, sehe die Herausforderungen. Aber ich freue mich auch, Neues zu entdecken, zu erkunden, wie das Ehrenamt funktioniert, wie vernetzte Arbeit stattfinden muss, weil man eben doch viele Kräfte bündeln muss.“
Noch ist sie dabei, ihren Wirkungskreis kennenzulernen. An ihrer Seite weiß Teresa Förtsch mit Edelgard Richter vom Pfarrbereich Sprotta eine erfahrene Pfarrerin als Mentorin. Edelgard Richter ist für Beerdigungen zuständig, für geschäftliche und kirchenamtliche Angelegenheiten wie Urkunden ist der Authausener Pfarrer Andreas Ohle Ansprechpartner. Es wird feste Zeiten geben, an denen Teresa Förtsch vor Ort ist. Dienstags ist Sprechtag im Gemeindebüro, zu den Gottesdiensten ist sie ebenso da, wie zu Gemeindeveranstaltungen und Treffs. Sie wird Andachten im Pflegeheim halten und bei Kinder- und Jugendveranstaltungen mitwirken.

Quelle: LVZ | 04. Oktober 2017 | Kathrin Kabelitz


Gelungene Erneuerung eines ehrwürdigen Gotteshauses

Die Marien-Kirche in Oberaudenhain im Wandel ihrer Geschichte

audenain1Audenhain. Pfarrer Dieckmann, von 1888 bis 1905 in Audenhain tätig, schreibt, dass die St.-Marien-Kirche im romanischen Stil auf den Grundmauern einer Missionskapelle errichtet wurde und anfangs ohne Turm und Glocken war. Als Tochter- oder auch Filialkirche war sie mit der Hauptkirche St. Petri im Unterdorf schon immer einem Pfarramt unterstellt. Über das Baujahr und Baumaßnahmen aus der Entstehungszeit gibt es keine Angaben.


Ein erster Hinweis zur Kirche stammt aus dem Jahre 1579, dort klagt Pfarrer Heydenreich, dass an der Kirche wichtige Reparaturen nicht vorgenommen werden können, weil das Geld fehlt. Einige Jahre vor dem Ausbruch des 30-jährigen Krieges wird im Jahre 1612 von der Anschaffung eines neuen Taufsteines berichtet. Der dann folgende Krieg hat der Kirche wahrscheinlich sehr zugesetzt. So konnte im Jahre 1644 in der Oberkirche nicht mehr gepredigt werden, weil nur noch zwei Bauern um Oberdorf wohnten, welche in der Heydenkirche dem Gottesdienst beigewohnt haben. Nach dem 30-jährigen Krieg wurde am 22. Juli 1650 ein allgemeines Dank- und Freudenfest in Sachsen gehalten, zu dem auf dem Altar der Oberkirche ein neues Tuch aufgelegt wurde, welches für 40 Groschen gekauft worden war. Das Innere der Kirche ward ausgebessert, das zerbrochene Altarfenster wieder eingesetzt und die Kirchentür mit einem neuen Schloss versehen.


Weitere Bauarbeiten an der Kirche belegen Rechnungen aus dem Jahre 1782. Es wird vermutet, dass in diesem Jahre der alte Turm dem jetzigen Platz gemacht hat. So wurden laut Rechnung Fahne und Knopf neu auf den Turm aufgesetzt, zwei neue Glockenklöppel und Glockenstränge sowie neue "Wetterbreten" für die Schalllöcher angeschafft. Ein Teil des Turmes wurde wahrscheinlich um diese Zeit auf die noch heute vorhandene Fachwerkskonstruktion in die Westseite des Kirchendaches gesetzt. Durch die Last des Turmmauerwerkes auf diesem Fachwerk hat sich dieses in den letzten 230Jahren gesenkt und dem Turm bis heute eine kleine Schieflage in östlichen Richtung beschert.1852 schlug der Blitz in die Kirche ein, er hatte seinen Weg durch Knopf und Turm genommen, der Schaden wurde auf 30 Thaler geschätzt. 1874 wurde das Dach ausgebessert, wozu der Knopf zeitweilig abgenommen werden musste.


Seit 1889 wurde über eine Instandsetzung der Kirche verhandelt, welche dann endlich im Jahre 1901 in Angriff genommen werden konnte. Die Kirche bekam eine neue Orgel, neues Gestühl und eine neue Vorhalle, in welche der Treppenaufgang zur neuen Empore gelegt wurde. Die Bretterdecke wurde durch eine Rohrdecke ersetzt und das Äußere der Kirche neu hergerichtet. Die Einweihung der renovierten Kirche fand jedoch ohne Orgel statt. Diese konnte nicht aufgestellt werden, da der Orgelchor durch die neue Empore zu niedrig ausgefallen war. Erst 1903 konnte die veränderte Orgel abgenommen und wieder gespielt werden.
1917 musste die Kirchgemeinde Oberaudenhain die kleine Glocke aus dem Jahre 1602 und zinnerne Pfeifen der Orgel für Kriegszwecke abgeben, welche 1923 wieder ersetzt werden konnten. Im Jahre 1933 beschließt der Gemeindekirchenrat Oberaudenhain eine umfassende Instandsetzung der Kirche, welche dann im Jahre 1934 zur Ausführung kam. Kirche und Turm erhielten ein neues Dach, neuen Putz, eine neue Blitzschutzanlage und das Innere der Kirche wurde mit einem neuen Anstrich versehen.


Wenige Jahre später forderte der Zweite Weltkrieg ein erneutes Glockenopfer. Die Bronzeglocke, welche im Jahre 1923 für die im Ersten Weltkrieg geopferte Glocke neu beschafft wurde, musste erneut für Kriegszwecke abgegeben werden. Erst im Jahre 1954 bekam die Kirche wieder ein neues Geläut, zwei Ganzstahlglocken ersetzen seitdem das frühere Bronzegeläut, welches einen elektrischen Antrieb erhalten hat.
Weitere Renovierungen des Innern der Kirche erfolgten 1950 und 1970. Eine Abtrennung des hinteren Gestühls in der Kirche erfolgte 1972, welche fortan als Winterkirche genutzt wurde. 1984 erhielt die Kirche einen neuen Außenputz, eine neue Wetterfahne und einen neuen Knopf. Das Dach konnte wegen Materialmangel nur ausgebessert werden.


Eine größere Renovierung begann im Jahre 2003. In freiwilligen Arbeitseinsätzen wurde die Elektroinstallation erneuert, Innenputz und Bänke ausgebessert und mit neuer Farbe versehen und ein neues Bleiglasfenster eingesetzt. Dem folgte 2008 die Pflasterung des Weges zur Dorfstraße.
Die letzte große Investition erfolgte im Jahre 2013. Für rund 150 000 Euro erhielt die Kirche nach rund 80 Jahren ein neues Dach mit neuer Blitzschutzanlage, nachdem vorher der Dachstuhl ausgebessert wurde, der Turm eine neue vergoldete Bekrönung und das Äußere der Kirche eine farbliche Gestaltung. Auch hier haben wieder viele staatliche Fördermittel und Spenden der Audenhainer Bürger zu dieser gelungenen Erneuerung des Gotteshauses beigetragen.

Fotos + Text: Harry Liebmann (LVZ, 24.02.2014) = PDF-Datei der Seite