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Arzberg, Blumberg, Triestewitz, Beilrode, Döbrichau, Kreischau-Eulenau, Rosenfeld, Zwethau

Die Termine und Veranstaltungen Mai 2018 können Sie HIER im PDF-Format öffnen. 

Vakanzregelung am 1.1.2018beil 06 18

Geschäftsführung Pfarramt
Pfarrerin Christiane Schmidt
Hellernring 29 • 04861 Torgau / 
OT Loßwig


Tel.: 03421 / 717627
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Kasualien
Pfarrer Thomas Pfeifer

Tel.: 034243/28000
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Konfirmanden
8. Klasse → Pfrn. Heidrun Killinger-Schlecht (bis zur Konfirmation)
7. Klasse → Team der TeenNight (Pfrn. i.E. Ann-Sophie Schäfer & Pfrn. i.E. Hanna Jäger) 

Gottesdienstplanung
bis 22.4.2018 Pfrn. Heidrun Killinger-Schlecht

Allgemeine Vakanzvertretung 25.3.-22.4.2018
Frank Fichtmüller (ZGJ)
Tel.: 07854 / 9891640 oder 0176 / 44400120


Pfarramt

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Tel.: 03421/707148 • Fax: 03421/704275

Gemeindepädagoge Andreas Albrecht
Lindenthaler Str. 2
04155 Leipzig

Tel: 0341/5641697
Mobil: 0157/57954894
Fax: 0341/1441551

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Heilandskirche - Endlich am erträumten Ziel

Beilrode. Der Heilandskirche in Beilrode lag als ältestes Gebäude des Ortes unnutzbar jahrzehntelang im Dornröschenschlaf. Das Dach war undicht, die Wände feucht, die Decke löchrig. Der Innenraum war im extrem schlechten Zustand. Doch was tun mit einer fast 800jährigen Kirche, die scheinbar nicht mehr gebraucht wird. Erste Überlegungen gab es schon vor über 20 Jahren. Doch fehlende Mittel ließen damals eine Umsetzung nicht zu. Zumindest konnte als erster Schritt – um den weiteren Verfall des Gotteshauses zu stoppen – das marode Dach instandgesetzt werden. Dafür hatten sich Bürgermeister Friedhelm Kuschel, Dr. Gerhard Kramer – damaliger Vorsitzender des Heimatsvereins – und Pfarrer Christian Bayer stark gemacht. Als im August 2006 Pfarrerin Heidrun Killinger-Schlecht die Regionalgemeinde übernahm, wurde der Pfarrsitz von Arzberg nach Beilrode verlegt. Kurze Zeit später gab es erste konkrete Überlegungen, wie man die alte, sanierungsbedürftige Kirche neu nutzen könnte.

Ein Auslöser dafür war übrigens der stark angewachsene Chor rund um Chorleiterin Silke Dolecek. Über 20 Mitglieder zählend, platze während der Proben das Wohnzimmer im Pfarrhaus bald aus allen Nähten. So wurde die Sanierung der Heilandskirche erneut zum aktuellen Thema. Finanziell eröffnet sich zu diesem Zeitpunkt die Perspektive, das Projekt über Mittel von Bund und Land im Rahmen des Konjunkturpaketes II in Höhe von 64 000 Euro auf sichere Füße zu stellen. Von Anfang an wurde die Maßnahme von der damaligen Bürgermeisterin Heike Schmidt und Holger Reinboth – Vorsitzender des Ostelbienvereins – unterstützt. Auch der Kirchenkreis Torgau-Delitzsch, die Landeskirche EKM und dem Deutschen Stiftung Denkmalschutz stellen zu den Fördermitteln Eigenmittel in Aussicht. Und so fing vor 10 Jahren alles an…

Pfarrerin Killinger-Schlecht stellte im Januar 2007 ein Nutzungskonzept auf die Beine. Durch die Auflagen zur Umnutzung der Kirche zum Gemeindezentrum wurde der Ausbau des völlig baufälligen Nebengelasses notwendig. Das Konzept wurde erweitert und bekam den Namen: „Regionales Gemeindezentrum Heilandskirche mit Nebengelass“. Die Sanierung der Außenhülle der Kirche wurde über die Förderung einer Maßnahme des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) im Freistaat Sachsen der Europäischen Union für den ländlichen Raum in Höhe von 100.000 Euro abgesichert. Auf gleiche Art und Weise konnte über ILE das Äußere des Nebengelasses in Höhe von 100.000 Euro genommen werden. Hinzu kamen Fördermittel in Höhe von ca. 360.000 Euro über das Programm FR-Regio – also Mittel aus dem Budget des Sächsischen Staatsministeriums des Innern (SMI) zur Förderung der Regionalentwicklung für den Innenausbau des Nebengelasses und der Außenanlagen des Gesamtkonzepts. Insgesamt ergibt sich mit Eigenmitteln (Landeskirche, Kirchenkreis, Denkmalschutz und Spenden) eine Bausumme von etwas mehr als 1,5 Millionen Euro.

heiland1aUm das Konzept als „Gemeindezentrum“ mit Leben zu erfüllen, wurden Partner gesucht. Heute gibt es 16 Kooperationsverträge mit Schulen, Vereinen und anderen Trägern. Durch die Umnutzung der Kirche zum Regionalen Gemeindezentrum für Kirche und Kommune sind nun im Inneren verschiedene Funktionsräume zu entdecken. Auf der Empore ein mit Glaswänden begrenzter großer Kinder- und Jugendraum mit Küche entstanden, der im Mittelteil zum Gesamtraum hin geöffnet werden kann. Unmittelbar darunter befindet sich ein ebenfalls mit einer Glaswand abgetrennter Raum, der zum Saal hin geöffnet werden kann. Das Herzstück bildet der große Innenraum, welcher mit beiden Seitenemporen verbunden und durch die geöffneten Mittelwände somit ein herrlich großer Raum eröffnet.

Das Nebengelass wurde ausgebaut. Hier entstanden zum einen die sanitären Einrichtungen für das Projekt. Und auch für den Rest des Gebäudes gab es in der Folgezeit einen guten Plan: einen Raum zu schaffen für Musik und Bewegung mit Spiegelwand, desweiteren eine Medienwerkstatt für Jugendliche, die mit dem SEAK Torgau und Ronny Schmidt zum ausprobieren einlädt. Für handwerklich-kreative Umsetzungen sorgen das Team um Andreas Albrecht und Matthias Grimm-Over und laden hier zu Veranstaltungen ein. Darüber hinaus entstand ein schlichtes Pilgerzimmer zur Übernachtung für Luther- und Jakobspilger, da Beilrode auf dem neu eröffneten Luther- und Jakobsweg (Via Regia) liegt.

Auch das Umfeld hat sich in dieser Zeit verändert. Besonders in jedem Frühjahr wird es hier einen echten Hingucker geben: Auf einer Fläche von 5 x 5 m wird immer wieder das Lutherwappen aus Frühblühern erblühen – eine Spende von Dr. Alex aus Döbrichau.

heiland3aNach 10 Jahren des Hoffens, Bangens und der vielen Gebete konnte nun endlich das Regionale Gemeindezentrum Heilandeskirche seine Bestimmung übergeben werden. Am 18. Juni 2017 fand der Festgottesdienst statt. Bezeichnend für den Tag war wohl für viele der geladenen Gäste und Gemeindemitglieder der Spruch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf. Erkennt ihr's …“ Unter den Besuchern waren kirchliche und staatliche Würdenträger. Die wohlgemeinten Grußworte kamen von Superintendent Mathias Imbusch und den Bürgermeistern René Vetter (Beilrode) sowie Holger Reinboth (Arzberg). Pfarrerin Heidrun Killinger-Schlecht empfing nach dem Baubericht des Architekten Andreas Rüdiger aus dessen Händen den symbolischen Schlüssel für das Objekt. Nach dem Festgottesdienst traf man sich dann bei Kaffee und Kuchen ein einem Glas Sekt – ein gelungener Tag mit viel Sonne und Freude, unglaublich dankbarem Herzen rundet somit die Einweihung des neuen Gemeindezentrums ab.

Pfarrerin Heidrun Killinger-Schlecht, der GKR und die Regionalgemeinde möchte die Gelegenheit nutzen, um sich bei allen zu bedanken, die die große Vision haben Wirklichkeit werden lassen!