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Bildungshaus Sausedlitz

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„Um fünf an der Scheibe“

„Um fünf an der Scheibe“

„Alles endet, aber nie die Musik“

Elisabeth Driesner leitet seit sieben Jahren Kurrende und Posaunenchor in Bad Düben

Bad Düben. Elisabeth Driesner ist seit sieben Jahren an der Evangelischen Grundschule am Kirchplatz in Bad Düben als Musiklehrerin tätig – und seit dem steht sie auch der kurstädtischen Kurrende und dem Posaunenchor als musikalische Leiterin vor.

Die Kurrende wurde vor genau 45 Jahren von Kantor Lothar Jakob gegründet. Bis 2016 war er für den Chor zuständig und formierte aus dem einstigen Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde einen vierstimmig, gemischten Chor. Dieser wurde schnell – ob seinen Könnens und Klangvolumen – über die Grenzen der kleinen Stadt an der Mulde hinaus bekannt. Das Motto des Chores umreißt klar die Intension: „Wir singen Gott zur Ehre und den Menschen zur Freude“. Bis heute ist das Repertoire der Kurrende um viele neue moderne Kompositionen gewachsen und wächst auch weiterhin. Im Mittelpunkt der Chortätigkeit steht neben den regelmäßigen Proben das monatliche Abendsingen. Zudem werden dem wohlgeneigten Zuhörern ein bis zwei Kantaten- oder Oratorienkonzerte im Jahr angeboten. Auch im Gottesdienst hat die Kurrende ihren festen Platz und regelmäßige Auftritte – und das in der Evangelischen und in der Katholischen Gemeinde der Stadt. Dies liegt darin begründet, das die Kurrende von beiden Kirchengemeinden viel Unterstützung erfährt.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Als Lothar Jacob 2016 in den wohlverdienten Ruhestand ging, übernahm Elisabeth Driesner den Taktstock. Die Leipzigerin erfuhr nicht nur in den ersten Monaten durch Lothar Jacob eine vortreffliche Unterstützung. Er übernahm wieder nahtlos Schulunterricht und beide Chöre, als sich in Leipzig bei den Driesner’s Nachwuchs angemeldet hatte. Im Posaunenchor ist der bekannte Dübener heute immer noch aktiv. Doch nicht nur den Taktstock, auch die Lehr-Methode hat Elisabeth Driesner von ihrem Vorgänger übernommen und ist heute noch davon begeistert. Besonders die in der musikalischen Arbeit mit den Schüler in der Evangelischen Grundschule kommt sie zum Einsatz – die Rede ist von der vokalen Ward-Methode. Diese beruht auf der relativen Solmisation und dient zur Stimm- und Gehörbildung. Musikalische Erfahrungen werden dabei den Kindern über die Singstimme vermittelt. Sie soll zugleich dazu dienen, den Kindern schon ab der ersten Klasse ein sicheres Rhythmus-Gefühl beizubringen. Die Ward-Methode ist zudem durch einfache Gestik mit körperbezogenen Handzeichen sehr vielseitig und einfach zu lernen. Elisabeth Driesner: „Ich bin immer wieder begeistert von der Methode – die Feedbacks, die ich dazu von den Kindern bekommen, bestärken mich täglich darin, meine musikalische Arbeit damit fortzusetzen und auszubauen.“

Elisabeth Driesner 23Elisabeth Driesner ist für den Musikunterricht an der Grundschule und als Leiterin der Kurrende angestellt. „Doch beides vermischt sich oft“, stellt die junge Kantorin weiter fest, „da sich viele Mädchen und Jungen aus der Grundschule zu hervorragenden Chorsängerinnen und Sänger in der Kurrende entwickeln… In der Schule sehe ich meine bodenständige Arbeit und in Kurrende und Posaunenchor meine Künstlerische.“ Um das auch fachlich auszubauen und zu festigen, absolviert sie zurzeit an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden ein berufsbegleitendes Studium. Im Dezember steht die finale Prüfung auf dem Plan und wenn diese wohlbehalten überstanden ist, dann darf sie sich als „Master of Music Chordirigieren“ im kommenden Frühjahr neue Visitenkarten drucken lassen.

Doch nicht immer läuft alles nach Plan. Die Corona-Zeit und die Lockdown-Phasen haben alle Bereich ihrer Tätigkeit betroffen. 2020 kam sie gerade voller Schwung, Elan und neuen Plänen aus der Baby-Auszeit zurück und von heute auf morgen ging dann gar nichts mehr. Besonders die Kurrende hatte sehr unter dieser „zölibatären Zeit“ gelitten. Elisabeth Driesner: „Ich habe versucht wenigstens die Registerproben online durchzuführen – aber das war äußerst schwierig und nicht immer von Erfolg gekrönt.“ Nach Corona hatte die ungewollte Auszeit zudem die Anzahl der aktiven Chormitglieder drastisch reduziert – was in diesem Fall eine weitere aktive Mitarbeit bedeuten soll. Zurückblickend erinnert sie sich: „Ich werde nie die erste Gesamtprobe nach dieser Zeit vergessen: Stimmbänder sind ja auch nur Muskeln… Man hat die lange Zeit – ohne konsequentes Proben – schon in der Intonation zu hören bekommen!“ Doch auch diese Phase ist inzwischen überwunden. Heute gibt es einen festen Stamm von sangesfreudigen und aktive Sängerinnen und Sänger, der rund 40 Stimmen umfasst. Kommen alle Vereinsmitglieder zusammen, dann werden schon mal 60-70 Sänger gezählt.

kurrende hst22 8057 23Das diesjährige Programm kann sich wieder sehen und besonders hören lassen. Ein Höhepunkt in diesen Tagen war das alljährliche Sommerkonzert. Im Museumsdorf Bad Düben lautet am 24. Juni das musikalische Motto:; „Alles endet, aber nie die Musik.“ Mit der Kurrende und dem Posaunenchor wurde ein gut besuchtes Konzert präsentiert. Neu auf dem Programm steht im Oktober das Format „Singt mit: Volkslieder!“, zu dem in die evangelische Kirche in Authausen eingeladen wird. Es stellt eine Art Abendsingen dar, bei dem besonders die Zuhörer und Besucher aktiv mit eingebunden werden sollen. Und wie immer kurz vor Weihnachten wird im Saal des Bad Dübener Heide Spa ein großes Werk deutscher Musikgeschichte erklingen: 2023 das Bach’sche Weihnachtsoratorium (Kantaten I-III) – zusammen mit weiteren Solisten und dem Orchester „musica juventa“ aus Halle an der Saale.

Sieben Jahre lang in Bad Düben mit Kurrende, Posaunen und Musik unterwegs… – nach ihren Wünschen für die nahe Zukunft befragt, antwortet Elisabeth Driesner lachend: „Ich suche dringend Tenöre und Bässe!“. Andreas Bechert

Weitere Infos und Kontakt: www.kurrende-bad-dueben.de

Veranstaltungen

13 Apr. 2024;
10:00 -
Eilenburg, Umwelttag
13 Apr. 2024;
19:00 -
Bad Düben, Konzert
13 Apr. 2024;
19:00 -
Schenkenberg, Lesungskonzert
14 Apr. 2024;
08:00 - 17:00 Uhr
Gottesdienste
14 Apr. 2024;
17:00 -
Krippehna, Sonntagsmusik

Tägliche Losung

Tageslosung vom
13.04.2024
Der lebendige Gott ist ein Retter und Nothelfer.
Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Wort zum Sonntag

→  „Landlust oder Landflucht?“

Silvana Elbel-Ochocki
Gemeinde- und Religionspädagogin im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz

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IM BLICK …

Orgeleinweihung und Konzert in Liemehna: Am Pfingstsamstag, den 18. Mai, wird Kantor Norbert Britze auf der sanierten und nach mehreren Jahrzehnten erstmalig wieder vollständig spielbaren Rühlmann-Orgel in Liemehna ein Konzert geben. Damit wird das Instrument auch wieder feierlich eingeweiht. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Aktuelle Beiträge

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Hier finden Sie eine kurze Vorschau zu den aktuellen Berichten, Veranstaltungen und Einladungen aus den verschiedenen Kirchengemeinden und Arbeitsbereichen im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch. Schauen Sie doch mal rein…